Sool liegt im Bereich der weltberühmten "Glarner Hauptüberschiebung", eines vor rund 30 Millionen Jahren entstandenen geologischen Phänomens. Damals schoben sich zwischen dem Rheintal und dem Walenseegebiet - nach der Kollision der Afrikanischen mit der Eurasischen Platte - ältere Gesteinsschichten (in unserer Region Veruccano alias Sernifit alias Rotrisistein) über den jüngeren Flysch, wobei eine Kalkschicht als «Schmiermittel» diente.
In der Lochsite an der Sernftalstrasse kann diese unter dem Schutz der Eidgenossenschaft stehende Überschiebung sehr gut beobachtet werden; sie ist zu einem Mekka der Geologen geworden und wurde sogar zum Unesco-Weltnaturerbe erklärt. Diese Stelle belegt die Theorie der Alpenfaltung, die von den Geologen lange Zeit bezweifelt worden war.
Auf der von der naturhistorischen Gesellschaft des Kantons Glarus angebrachten Infotafel ist zu lesen:
Hier wurde am 1. August 1840 von Arnold Escher von der Linth zum ersten Mal die Überlagerung von alten Gesteinen (permischer Verrucano) über jüngere Schichten
(eocaner Schiefer) durch Überschiebung festgestellt und damit ein Schlüssel zur heutigen Alpengeologie gefunden.
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